Studienaufenthalt
St.Petersburg 2001-2002
Eine Zusammenfassung eines Jahres in Russland
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Es kommt die Zeit
...da fragt sich der Student (bzw. es fragen ihn die Mitstudenten), ob er denn nicht auch mal ins Ausland geht. Lange hatte ich zwar den Wunsch, aber keinen konkreten Plan. Der "Stein des Anstosses" war dann jene WG-Sitzung, in der klar wurde, dass unsere geliebte WG zu Semesterende aufgelöst wird, weil viele ins Ausland gehen wollen. Dann kam die Frage: "Also wer hat denn jetzt konkret vor, wegzugehen?" Alle Hände gingen hoch, nur meine nicht. Da wusste ich - so, jetzt suchste dir was. Dass es Russland werden würde, wusste ich damals noch nicht genau. Die (oft nachgefragten) Gründe waren letztendlich der Wunsch, die Sprache endlich ordentlich zu lernen und dieses doch so unbekannte und vor allem unverstandene Land und sein Leben kennenzulernen. Dann kam noch Susi von ihrem Jahr in Perm im Ural zurück und war völlig begeistert.
Glücklicherweise gibt es für uns Physiker das EMSPS - das European Mobility Scheme for Physics Students von der Europäischen Physikalischen Gesellschaft -, ein Kooperationsprogramm für den Studentenaustausch, bei dem u.a. die Studiengebühren erlassen werden. Das hilft viel, denn ein Semester Physikstudium kostet in St.Petersburg normalerweise 1250 Dollar!
Dank dieses Programms war auch die Anmeldung erstmal einfach - ein Fax hingeschickt, und bald die Antwort "accepted". Der folgende Kleinkram war dann schon lästiger, und erst Juli 2001 konnte ich mir halbwegs sicher sein, dass es klappt (Ende August musste ich hinfahren!), weil russische Informationspolitik sehr zäh ist (was sich auch vor Ort und Stelle des öfteren bestätigt hat...) Und dann das Visum. Aber endlich, am 20.August 2001, konnte ich in Frankfurt in den Bus steigen und konnte das letzte Mal für lange Zeit die Vorzüge deutscher Autobahnen geniessen....
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